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Die 8. Rauhnacht - Glück

Die 8.Rauhnacht ist mit der Energie des Augustes verbunden. Im August sind Sonne und Wärme auf ihrem Höhepunkt angelangt. Es ist eine Zeit, in der wir unsere Freizeit möglichst draußen verbringen, das Freibad, den Garten oder Waldspaziergänge genießen und uns mit Freunden zu Unternehmungen treffen. Wir dürfen das Leben genießen und auskosten. Auch der erste Januar ist von Glücksbringern und Glückwünschen geprägt. Das Jahr liegt vor uns, wie ein verschneiter Weg, den noch niemand vorher betreten hat. Die Energie des Anfangs treibt uns und lässt uns Vorsätze fassen und Pläne schmieden. Nicht alle werden uns gelingen und nicht alles werden wir durchhalten, aber was wir nicht versuchen, wird erst recht nie Wirklichkeit. Der Neujahrstag ist ein Tag, an dem es guttut, dir bewusst zu machen, dass jeder Atemzug ein Neubeginn, ein Schöpfungsakt ist. Nimm dir ein wenig Zeit, auf deinen Atem zu achten. Jeden Atemzug ist ein Geschenk des Lebens an dich. Auch jeder neue Morgen ist solch ein B...

Die 7. Rauhnacht - Übergang

Die 7. Rauhnacht wird der Energie des Julis zugeordnet. Der Juli ist die Zeit des Hochsommers, der Hitze und der Reifung. Die Natur ist in ihrer vollen Kraft und alles ist damit beschäftigt zu wachsen und zu reifen. Wer einen Garten hat, weiß welche Menge an Biomasse in diesen Wochen hervorgebracht wird. Es ist aber auch der Übertritt in die zweite Jahreshälfte. Diese 7. Rauhnacht ist eine besondere Nacht. Der Jahreswechsel wird laut (oder leise) gefeiert, es wird abgeschlossen, was abgeschlossen werden kann und mit viel Krach werden die alten Geister vertrieben. Aus Gründen des Umweltschutzes ist ein großes Feuerwerk sicher nicht gut zu heißen, aber der Grundgedanke des Verabschiedens des alten Jahres ist heilsam. An diesem Tag tut es gut, noch einmal über das vergangene Jahr nachzudenken und zu entscheiden, was gut und stärkend war und was schwer und belastend war und ist. Manche Konflikte trägst du vielleicht schon seit Monaten mit dir herum, von Träumen und Plänen hast du ...

Die 6. Rauhnacht - Herzenswärme

Die 6. Rauhnacht symbolisiert den Juni, den Übergang des Frühlings in den Sommer. Auch der Juni ist eine Zeit der Fülle und der Lebensfreude. Im Juni erleben wir den längsten Tag, den Gegenpol zur Wintersonnenwende am 21.Dezember. Noch bevor der Sommer richtig angebrochen ist, werden die Tage schon wieder kürzer und die Dunkelheit kündigt sich an. Deutlicher könnte uns der Wandel des Lebens kaum vor Augen geführt werden. Wo Licht und Wärme ist, ist auch Dunkelheit und Kälte. Jeder Lebensweg ist ein wildes Durcheinander von Freude und Leid, von Glück und Schmerz. Sich dem Leben öffnen, heißt, das Herz öffnen, um das anzunehmen, was uns geschenkt und das, was uns zugemutet wird. Vertrauen ins Leben und Herzenswärme können wir nicht entwickeln, wenn wir uns den Erfahrungen verschließen. In deinem Herzen kannst du einen Raum der Stille finden, in den du dich zurückziehen kannst, wenn dich dein Leben überfordert. Das Licht und die Wärme, die du dort findest, kannst du festhalten, stärken...

Die 5. Rauhnacht - Fülle

Die fünfte Rauhnacht steht im Zeichen des Monats Mai. In der Natur ist es der Monat, in dem das Leben explodiert. Wärme, Licht, Blumen, Grün, alles gibt es im Überfluss. In früheren Zeiten waren die Gefahr und der Mangel des Winters vorbei und die Lust am Leben brach sich wieder Bahn. Das Weihnachtsfest mit seiner Fülle an Begegnungen und Genüssen liegt gerade erst hinter dir. Zünde die Kerzen noch einmal an und rufe dir die Tage in die Erinnerung zurück. (Das tust du natürlich nur dann, wenn das Fest auch ein positives, erfülltes Fest war.) Nimm dir Zeit, einen schönen Stift und ein Stück Papier oder ein Heft. Vielleicht hast du ein Tagebuch oder ein Gedankennotizheft oder etwas Ähnliches. Schau dir dein gegenwärtiges (und dein vergangenes, wenn du das Bedürfnis dazu hast) Leben. Schreibe alles das auf, wofür du dankbar bist. Betrachte alle Aspekte deines Lebens: Menschen, die dich begleiten, deine Arbeit, deine Alltagsaufgaben, deine Wohnung, deine Gesundheit, deine Freizeitaktivi...

Die 4. Rauhnacht - Gelassenheit

Die vierte Rauhnacht ist geprägt von der Energie des Aprils. Im April gewinnt das Frühjahr zwar schon an Kraft, ist aber geprägt von Unsicherheiten, plötzlichen Wetterwechseln. Nichts ist wirklich verlässlich. An einem Tag kann es Kälte und Wärme, Sonne, Regen und Temperaturstürze geben. Bäume und Blumen blühen und verlieren ihre Blüten im Sturm oder durch einen späten Frost. Im April ist in der Natur vor allem eines sicher: nichts ist sicher und nichts wirklich planbar. Wie gehst du mit solchen Wechseln um? Kannst du sie annehmen oder fallen dir Veränderungen schwer? Wie gelassen bleibst du in den Stürmen des Lebens, wie leicht kannst du loslassen? Um der Gelassenheit auf die Spur zu kommen, hilft eine kleine Körperübung. Nimm einen Gegenstand (einen Tennisball, eine Tempopackung o.Ä.) in die Hand. Halte ihn eine Weile fest, bis er die Wärme deiner Hand angenommen hat. Packe ruhig fest zu, bis das Festhalten schmerzhaft wird. Dann entspanne deine Hand und deinen Arm. Lass den Gege...

Die 3. Rauhnacht - Sein

Die dritte Rauhnacht ist dem März zugeordnet. Im März bekommen wir schon eine Ahnung davon, dass der Frühling, das Licht und die Wärme an Kraft gewinnen. Im Garten werden erste Vorbereitungen getroffen und vielleicht ein Frühbeet angelegt. Es gilt gut zu unterscheiden, welche Pflanzen unsere Hilfe und Unterstützung brauchen und welche einfach nur Zeit zum Wachsen benötigen. So gibt es auch in unserem Alltag manches, was Unterstützung braucht und wo unser Tun gefragt ist. Anderes braucht nur Zeit, Geduld und Muße. Es ist eine Lebensaufgabe, vom aktiven Tun in das reine Sein zu kommen. Unsere Wünsche, Pläne und Ängste für unsere Zukunft werden oft von Erfahrungen oder Ängsten aus der Vergangenheit gespeist. Heilung bringt es, sich von den Gedanken und Gefühlen zu lösen und nur die Gegenwart wahrzunehmen, nur zu sein. Nimm dir heute immer wieder Zeit, einfach nur im Moment zu verharren. Setz dich ans Fenster und schaue absichtslos hinaus. Beobachte den Strom deiner Gedanken gelassen ...

Die 2. Rauhnacht - Stille

Die zweite Rauhnacht ist dem Februar zugeordnet. Im Februar zeigen sich erste kleine Frühlingsboten, wie die Haselnussblüte oder auch die ersten Schneeglöckchen. Die Tage werden spürbar länger und heller, aber es dauert noch einige Wochen, bis es Frühling wird. Es braucht Zeit und Ruhe, bis die Natur genug Kraft gesammelt hat, um die neue Wachstumsperiode zu starten. Auch dir kann es gut tun, an diesem Tag die Stille besonders zu spüren und zu deiner Freundin zu machen. Wenn du magst, suche dir einen Platz, an dem du gut zur Ruhe kommen kannst und führe eine kleine Achtsamkeitsübung durch. Spüre deinen Körper, wie er sich jetzt gerade anfühlt und achte eine Zeit lang darauf, wie dein Atem ein- und ausfließt, ohne dass du etwas tun muss. Es passiert ganz von allein. Zwischen den Atemzügen gibt es eine kleine Pause. Bei manchen Menschen entsteht sie nach dem Einatmen und bei anderen nach dem Ausatmen, bevor der neue Atemzug einströmt. In dieser kurzen Pause wird die Stille besonders er...